Schwarzes Wochenende in Andervenne

Sichtlich angefressen zeigte sich Trainer Martin Hennekes nach den Spiel gegen Leschede II. Die nötige Cleverness in entscheidenden Momenten und ein Quäntchen Glück fehlten um Zählbares einzuhamstern.
Doch was war passiert?
Andervenne fand besser in die Partie als die noch nicht ganz wach wirkenden Gäste. Die ersten zwanzig Minuten gingen klar an die in schwarz gekleidete Heimelf. Der erste echte Angriff der Lescheder führte dann gleich zum 0:1. Nach einem vermeintlichen Foul an Andre Schröder blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus.

Scheinbar warteten aber die Heidekrautler auf eben diesen Pfiff und gingen nur halbherzig in die folgenden Zweikämpfe. Die Lescheder spielten schnell auf den linken Flügel und brachten den Ball scharf in den Strafraum. Aus kurzer Distanz schlug das Leder unhaltbar für Keeper Jenz im Netz ein (23.).
Same procedure as every match könnte man denken, denn es ging wieder einmal mit einem Rückstand in die Halbzeitpause. Doch die Andervenner haben oft genug bewiesen, dass sie nach einem Rückstand zurück kommen können.
Auch die Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts konnte unser Team für sich nutzen. Eine Flanke von Kapitän Matze Lager wurde vom Abwehrspieler unterschätzt und kam auf den Fuß von Dennis Reisinger, der aus spitzem Winkel etwas überhastet den Abschluss suchte und den Ball neben das Tor setzte. Da war sicherlich mehr drin. Die Lescheder kamen ebenfalls zu guten Abschlussmöglichkeiten, konnten jedoch keine zu einem Treffer verwerten. Mitte der 2. Hälfte hatte dann Andre Lager ein dickes Ding auf dem Stiefel. Nach einem Rückpass auf den Gäste Keeper konnte der Zuspielversuch auf einen Mitspieler von Dennis Reisinger abgegrätscht werden. Der Ball fand in Höhe der 16er-Kante den Weg zu Sturmpartner Lager, der direkt abzog. Der Schlussmann konnte seinen Fehler wieder wett machen und zur Ecke klären.
Andervenne öffnete mit Blick auf die ablaufende Spielzeit etwas, was Leschede ausnutzte um zu ein bis zwei guten Chancen zu kommen, die aber nicht zum Erfolg führten.
Doch dann kam kurz vorm Abpfiff die Aktion, die nach dem Spiel für Gesprächsstoff sorgen sollte und weshalb sich Coach Hennekes so echauffiert zeigte. Nach einem leichten Foul ca. 25 Meter vor dem Tor gelangte die Kugel zu Hammerfuß Dennis Surmann, der wieder einmal zeigte was für einen Bumms er hat und die Kugel mit einem Strahl in den rechten Torwinkel jagte. Blöd nur, dass der Schiedsrichter nicht auf Vorteil, sondern Bruchteile von Sekunden vor dem Schuss die Partie unterbrach und auf Freistoß für Andervenne entschied. Diese Wumme hätte definitiv das 1:1 verdient gehabt! Der folgende Freistoß brachte nichts mehr ein und kurz darauf war Feierabend.
Wieder einmal bewies unsere Elf, dass sie mit Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel mithalten kann. Am Ende des Tages sind es aber die Ergebnisse und keine Schulterklopfer die entscheiden wo man sich in der Tabelle wiederfindet.

Das nächste Spiel bestreiten wir am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr zu Hause gegen die Oberligavertretung des TuS Lingen.